Good Practice

Gesundheitskompetenz in Bund und Ländern

Gesundheitskompetenz steht seit einiger Zeit auch zunehmend auf der gesundheitspolitischen Agenda. Deutlich wird dies an einer Reihe von Strategien und Maßnahmen, die auf Bundes- und Landesebene angesiedelt sind.

© BMG 

Allianz für Gesundheitskompetenz

Bundesministerium für Gesundheit

Das BMG hat sich zur Aufgabe gesetzt, Bürgerinnen und Bürger darin zu unterstützen, sich besser in den Strukturen des Gesundheitswesens zurecht zu finden sowie Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und für die eigene Gesundheitssituation nutzen zu können. Deshalb hat das BMG bereits im Jahr 2017 zusammen mit den Spitzen der Selbstverwaltung des deutschen Gesundheitswesens die „Allianz für Gesundheitskompetenz“ ins Leben gerufen. Das gemeinsame Ziel: Die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung in Deutschland zu stärken und weiter zu fördern. Partner der Allianz sind neben dem BMG, der Gesundheitsministerkonferenz der Länder und der Patientenbeauftragten bzw. dem Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege 14 Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung des deutschen Gesundheitswesens. Die folgenden Themenfelder stehen dabei im Vordergrund:  Digitale Gesundheitskompetenz, Gesundheitskompetenz vulnerabler Bevölkerungsgruppen, Gesundheitskompetenz in den Lebenswelten, Gesundheitskompetenz in den Organisationen des Gesundheitswesens.


© Lankreis Kulmbach

Gesundheitskompetenz in der Gesundheitsregion plus Landkreis Kulmbach

Bayern

Mit dem Konzept der Gesundheitsregionen plus will das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege seit 2015 die Gesundheit der Bevölkerung in Bayern verbessern. Um passgenaue Lösungen zur Gesundheitsförderung und -versorgung zu erarbeiten, bilden sich mit den Gesundheitsregionen auf lokaler Ebene Netzwerke unterschiedlicher Akteur:innen, um gemeinsam Ziele zu formulieren und diese umzusetzen. Im Rahmen des Beitritts zum Partnerprozess „Gesundheit für alle“ wählte die Gesundheitsregion plus Kulmbach 2020 den Schwerpunkt Gesundheitskompetenz insbesondere mit dem Fokus auf Umbruchsituationen und initiierte hierzu eine Veranstaltungsreihe. Dabei wurden die Bereiche Kinder, Familie und Alleinerziehende, Menschen in der Arbeitswelt, Migrant:innen und ihr soziales Umfeld sowie die Gruppe der älter werdenden Menschen und ihre Angehörigen in den Blick genommen.


© Freie und Hansestadt Hamburg

Strategien und Maßnahmen zur Förderung der Gesundheitskompetenz

Hamburg

Im Rahmen einer sektorenübergreifenden Landeskonferenz zur gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung in Hamburg wurde 2019 eine Strategie mit konkreten Maßnahmen entwickelt, wie die Gesundheitskompetenz der Hamburgerinnen und Hamburger gefördert werden kann. In Anlehnung an die Empfehlungen des Nationalen Aktionsplans beziehen sich die Maßnahmen auf die Handlungsbereiche „Transparenz und Navigation im Gesundheitssystem“, „Information“, „Kommunikation“ sowie „Aus-, Fort- und Weiterbildung“. Das Strategie- und Maßnahmenpapier ist auf der Internetseite der Hamburger Sozialbehörde zu finden. Dort finden sich auch die Ergebnisse einer 2019 veröffentlichten Studie zur Gesundheitskompetenz der Hamburger Bevölkerung sowie zahlreiche weiterführende Informationen.


© Hochschule Magdeburg-Stendal

Landesstrategie für Gesundheit(skompetenz)

Sachsen-Anhalt

Das Projekt "Landesstrategie für Gesundheit(skompetenz)" fokussiert auf der Grundlage des Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz die nachhaltige Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt durch den Aufbau und die Moderation von regionalen Netzwerken. Die inhaltliche Umsetzung des Projektvorhabens erfolgt in den Handlungsfeldern Forschung, Wissenstransfer und Vernetzung. Mittels Vorträgen, Workshops, Publikationen und ehrenamtlichen Gesundheitskompetenzlots:innen werden Gesundheitsinformationen an die Bevölkerung vermittelt und der kompetente Umgang mit ihnen geschult. Die Landesstrategie für Gesundheit(skompetenz) ist ein Teilprojekt des Verbundvorhabens „Transfer- und Innovationsservice im Land Sachsen-Anhalt“.
Es wird von der Hochschule Magdeburg-Stendal durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert (2018-2022).