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Der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz geht auf eine zivilgesellschaftliche Initiative zurück, die von einer Gruppe von Wissenschaftlern mit finanzieller Unterstützung der Robert Bosch Stiftung ins Leben gerufen wurde. Als in Deutschland die ersten Untersuchungen zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung anliefen, lies sich der Handlungsbedarf bereits erahnen. Die Initiatoren dieses Aktionsplans kamen zu dem Schluss, dass eine Intensivierung der Forschung allein nicht ausreicht, um die Situation in der nötigen Breite und Nachhaltigkeit zu verbessern. Um auch politische Impulse zu setzen und die unterschiedlichen Maßnahmen und Initiativen in eine Gesamtstrategie zu integrieren, beschlossen sie deshalb,  nach dem Vorbild anderer Länder einen Nationalen Aktionsplan zu entwickeln.


Prof. Dr. Doris Schaeffer

Prof. Dr. Doris Schaeffer

Prof. Dr. Doris Schaeffer ist Sprecherin des Projektes „Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz". Sie ist von Haus aus Sozial- und Erziehungswissenschaftlerin und als Professorin an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld tätig. Zugleich ist sie Direktorin des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld und Senior Fellow an der Hertie School of Governance.  Wichtige Arbeitsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der nutzerzentrierten Versorgung und Pflege – besonders bei chronischer Krankheit und im Alter –  sowie der Gesundheitskompetenz, Patienteninformation und Empowerment. Sie hat kürzlich eine Studie zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland (HLS-GER) sowie eine eine weitere Untersuchung zur Gesundheitskompetenz vulnerabler Bevölkerungsgruppen in NRW (HLS-NRW) abgeschlossen und bereitet aktuell weitere Studien zum Thema vor. Gemeinsam mit Prof. Dr. Ullrich Bauer bereitet sie aktuell an der Universität Bielefeld die Gründung eines interdisziplinären Zentrums für Gesundheitskompetenzforschung vor. Schließlich ist sie Mitglied des 2018 gegründeten EHII Action Network on Measuring Population and Organizational Health Literacy (M-POHL).


Prof. Dr. Klaus Hurrelmann

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann ist stellvertretender Sprecher des Projektes „Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz". Er ist Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Jugend-, Bildungs- und Gesundheitsforschung. Er war von 1994 an für fast zehn Jahre Gründungsdekan der ersten School of Public Health in Deutschland, der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld. Er ist Mitherausgeber der Handbücher für Gesundheitskommunikation und für Gesundheitserziehung. Er leitet den Sonderforschungsbereich Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der Deutschen Forschungsgemeinschaft und baute das „Collaboration Centre for Child and Adolescent Health Promotion" im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf. Seit 2009 ist er als Senior Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin tätig.


Prof. Dr. Ullrich Bauer

Prof. Dr. Ullrich Bauer

Prof. Dr. Ullrich Bauer ist Professor für Sozialisationsforschung an der Fakultät für Erziehungswissenschaften und Leiter des Zentrums für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der Universität Bielefeld. Seine Forschung konzentriert sich besonders auf das Thema gesundheitsbezogene Sozialisation und Bildungsprozesse mit besonderem Schwerpunkt auf vulnerablen Gruppen mit begrenzten Ressourcen. In früheren Projekten widmete er sich der Primärprävention von Kindern psychisch kranker Eltern (Kanu Projekt), Bildungskarrieren von Jugendlichen aus benachteiligten Bevölkerungsschichten (HABIL Projekt) und Schulprogrammen zur Prävention von sexuellem Missbrauch von Kindern (Igel Projekt). Prof. Bauer leitet das „Health Literacy in Childhood and Adolescence as a Target for Health Promotion and Primary Prevention" Konsortium.


Dr. Kai Kolpatzik

Dr. med. Kai Kolpatzik, MPH

med. Kai Kolpatzik ist Arzt und Gesundheitswissenschaftler und arbeitete als Assistenzarzt in der Chirurgie in Krankenhäusern in Freiburg und am Bodensee. Stationen in der Gesundheitswissenschaft waren die Universität Bielefeld – mit Abschluss Master of Public Health und European Master of Public Health – und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf, bevor er 2004 seine Tätigkeit im AOK-Bundesverband aufnahm. Seit 2009 leitet er die Abteilung Prävention im AOK-Bundesverband. Dr. Kolpatzik ist Initiator der ersten bundesweit repräsentativen Studie zur Gesundheitskompetenz gesetzlich Versicherter in Deutschland. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung und Prävention, Gesundheitskompetenz, Gesundheitskommunikation und digitale Gesundheit.