Nationaler Aktionsplan

zur Förderung der Gesundheitskompetenz

Gesundheitskompetenz ist heute eine unverzichtbare Voraussetzung, um die zahlreichen Anforderungen der Gesundheitserhaltung meistern zu können, sich bei Gesundheitsproblemen und Krankheiten die nötige Unterstützung zu sichern und in unserem komplexen Gesundheitssystem zurechtzufinden.

Doch mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung hat eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz – so die Ergebnisse der ersten repräsentativen Studie zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland. Andere Studien bestätigen dies. Sie alle zeigen: Menschen mit eingeschränkter Gesundheitskompetenz haben Schwierigkeiten bei der Suche, dem Verständnis und der Beurteilung von gesundheitsrelevanten Informationen –  auch damit, diese im Alltag für erforderliche Entscheidungen zur Gesundheitserhaltung, Verhinderung von Gesundheitsstörungen oder Krankheitsbewältigung zu nutzen.

Zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz in Deutschland reichen Einzelmaßnahmen nicht aus. Benötigt wird ein ganzes Maßnahmenbündel und eine aufeinander abgestimmte Strategie. Deshalb ist ein Nationaler Aktionsplan zur Förderung der Gesundheitskompetenz erforderlich, mit dem eine solche Gesamtstrategie entwickelt wird.

An der Universität Bielefeld wurde gemeinsam mit der Hertie School of Governance und dem AOK Bundesverband eine Initiative zur Erarbeitung eines solchen Nationalen Aktionsplans gestartet, der dem Thema Gesundheitskompetenz in Deutschland zu größerer Resonanz verhelfen und Impulse für die Politik, die Verbände, die Forschung und die Interventionsentwicklung setzen soll.

Der Aktionsplan wird bis 2018 nach dem Vorbild anderer Länder von einer Gruppe anerkannter Expertinnen und Experten erarbeitet. Das Vorhaben wird durch den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe als Schirmherrn unterstützt und von der Robert Bosch Stiftung sowie dem AOK-Bundesverband gefördert.